{"id":164,"date":"2010-10-11T15:11:03","date_gmt":"2010-10-11T13:11:03","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/?p=164"},"modified":"2010-10-26T15:28:18","modified_gmt":"2010-10-26T13:28:18","slug":"%e2%80%9efrom-zambia-with-love%e2%80%9c-starke-frauen-bestimmen-die-literatur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/?p=164","title":{"rendered":"\u00e2\u20ac\u017eFrom Zambia, with love\u00e2\u20ac\u0153: Starke Frauen bestimmen die Literatur"},"content":{"rendered":"<p>Ein Sachbuch war es, das vergangenes Jahr eine sambische Autorin weltweit bekannt machte: \u00e2\u20ac\u017eDead Aid\u00e2\u20ac\u0153 von Dabisa Moyo l\u00c3\u00b6ste auch im Heimatland der Volkswirtin und Bankerin leidenschatliche Debatten \u00c3\u00bcber das F\u00c3\u00bcr und Wider von Entwicklungshilfe aus; ist vielleicht das wichtigste \u00e2\u20ac\u0161sambische\u00e2\u20ac\u2122 Buch, das bis heute geschrieben wurde, selbst wenn es weder direkt in Afrika geschrieben noch hier verlegt worden war, sondern von Washington, dem Wirkungsort Moyos aus seinen Weg durch die politischen Diskussionszirkel unserer Welt fand. Doch l\u00c3\u00b6ste hier damals Moyos Vortragsbesuch so nachhaltige Auseinandersetzungen aus, dass sich ganz klar erkennen lie\u00c3\u0178, wie sambisch \u00e2\u20ac\u017eDead Aid\u00e2\u20ac\u0153 ist. In dem, was sie schreibt, fanden sich ihre Landsleute und ihr Land unmittelbar wieder. Viele Sambier m\u00c3\u00b6gen sich das erste Mal gesagt haben: Ja, wir m\u00c3\u00bcssen wegkommen von diese fremden Hilfe, sie darf nicht ewig bleiben. Moyo gab \u00c3\u00bcber Monate den Ton an.<br \/>\nNormalerweise kann die Suche nach moderner Literatur aus Sambia eigentlich nur entt\u00c3\u00a4uschen. Da finden wir in den wenigen Buchl\u00c3\u00a4den zwar einmal ein B\u00c3\u00bcchlein (ein d\u00c3\u00bcnnes Heft) einer lokalen Schriftstellerin (es sind fast immer Frauen) &#8211; etwa Kurzgeschichten von Mwila Agatha Zaza oder \u00e2\u20ac\u017eSalayi and the Witch Doctor\u00e2\u20ac\u0153 von Manjase Banda. Doch bietet die Literatur anderer L\u00c3\u00a4nder einfach mehr.<br \/>\nAber nun tritt wieder eine Sambierin mit einem Buch hervor, und es bleibt abzuwarten, ob ihre literarische Karriere wie bei Moyo ein Siegeszug um die Welt wird: Ellen Banda-Aaku hat f\u00c3\u00bcr ihren Roman \u00e2\u20ac\u017ePatchwork\u00e2\u20ac\u0153 dieser Tage den bedeutenden neuen Preis f\u00c3\u00bcr \u00e2\u20ac\u017eAfrikanisches Schreiben\u00e2\u20ac\u0153 des Penguin-Verlags verliehen bekommen. \u00e2\u20ac\u017eFrom Zambia, with love\u00e2\u20ac\u0153 \u00c3\u00bcberschrieb die s\u00c3\u00bcdafrikanische \u00e2\u20ac\u0161Mail &#038; Guardian\u00e2\u20ac\u2122 den Bericht \u00c3\u00bcber dieses Ereignis. Im Interview betont die Schriftstellerin, wie stark ihre Literatur von Sambia gepr\u00c3\u00a4gt ist und durch und durch vom Land am Sambesi handelt. Sie sagt, eine ihrer gro\u00c3\u0178en Vorbilder sei Alexandra Fuller mit ihrem Sambia-Roman \u00e2\u20ac\u017eDon`t Let`s Go to the Dogs Tonight\u00e2\u20ac\u0153.<br \/>\nBanda-Aakus Roman erz\u00c3\u00a4hlt die Geschichte von Pumpkin, einem jungen M\u00c3\u00a4dchen, das in Sambia lebt, und wie es damit zurande zu kommen lernt, zwei getrennte  Welten zu bewohnen: das des arbeitss\u00c3\u00bcchtigen Vaters und dasjenige ihrer alkohols\u00c3\u00bcchtigen Mutter, seiner Geliebten. Banda-Aaku beschreibt ihre Erz\u00c3\u00a4hlung als eine zeitgen\u00c3\u00b6ssische afrikanische Vater-Tochter-Geschichte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Sachbuch war es, das vergangenes Jahr eine sambische Autorin weltweit bekannt machte: \u00e2\u20ac\u017eDead Aid\u00e2\u20ac\u0153 von Dabisa Moyo l\u00c3\u00b6ste auch im Heimatland der Volkswirtin und Bankerin leidenschatliche Debatten \u00c3\u00bcber das F\u00c3\u00bcr und Wider von Entwicklungshilfe aus; ist vielleicht das wichtigste \u00e2\u20ac\u0161sambische\u00e2\u20ac\u2122 Buch, das bis heute geschrieben wurde, selbst wenn es weder direkt in Afrika geschrieben [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164"}],"collection":[{"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=164"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=164"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=164"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=164"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}