{"id":134,"date":"2009-05-13T15:22:50","date_gmt":"2009-05-13T13:22:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreaskahler.de\/?p=134"},"modified":"2009-08-23T15:29:37","modified_gmt":"2009-08-23T13:29:37","slug":"%e2%80%9edead-aid%e2%80%9c-wie-dambisa-moyo-sambia-aufmischt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/?p=134","title":{"rendered":"\u00e2\u20ac\u017eDead Aid\u00e2\u20ac\u0153: Wie Dambisa Moyo Sambia aufmischt"},"content":{"rendered":"<p>Sorgte Buchautorin Moyo (\u00e2\u20ac\u017eWay aid is not working and how there is another way for Africa\u00e2\u20ac\u0153) zuletzt rund um die Welt f\u00c3\u00bcr Wirbel in der Entwicklungsbranche, so erregte sie insbesondere die Gem\u00c3\u00bcter der Sambier. Ohnehin eines der bedeutsamsten B\u00c3\u00bccher des Jahres, d\u00c3\u00bcrfte Moyos \u00e2\u20ac\u017eDead Aid\u00e2\u20ac\u0153 die wichtigste Ver\u00c3\u00b6ffentlichung f\u00c3\u00bcr Sambia sein; ihre alte Heimat, die ihr immer wieder als Beispiel und Referenz dient. <!--more-->Ein Kurzbesuch der Sambierin ins \u00e2\u20ac\u017eMuster-Entwicklungsland\u00e2\u20ac\u0153 l\u00c3\u00b6st hier gewaltige Resonanz aus. Eine Lesung, initiiert durch die EAZ (Economics Association of Zambia), erweist sich als echtes Ereignis. Ein Videomitschnitt ist im Buchhandel nun als eigenst\u00c3\u00a4ndige DVD erh\u00c3\u00a4ltlich. Offenbar trifft Moyos Streitschrift eine wunde Stelle im so heftig von Entwicklungshilfe gezeichneten Sambia. Wochenlang drucken alle Zeitungen kontroverse Kommentare oder Glossen ab.<br \/>\nWas ist ihr Punkt?<br \/>\nStaatliche finanzielle Entwicklungshilfe richte nichts als Schaden an, weil sie den betroffenen L\u00c3\u00a4ndern selbst noch die restlichen Kompetenzen raube, statt ihnen zu helfen. Geld, das der Westen gibt, ersetze das eigentlich notwendige, vor allem wirtschaftliche, doch auch politische Handeln, anstatt es zu unterst\u00c3\u00bctzen. Nichts jedoch k\u00c3\u00b6nnen letztlich Wirtschaftswachstum ersetzen, solle wirklich Entwicklung stattfinden in den Armutsl\u00c3\u00a4ndern Afrikas.<br \/>\nWohlgemerkt handelt es sich bei Moyos Hassobjekt (\u00e2\u20ac\u017eDead Aid\u00e2\u20ac\u0153) um die staatlichen finanziellen Zuwendungen der Geberl\u00c3\u00a4nder. Nicht-staatliche Zusammenarbeit (etwa von Wirtschaft, Zivilgesellschaft) bleibt ausgenommen.<br \/>\nWenn wir bedenken, wie reich Sambia an Natursch\u00c3\u00a4tzen ist (Rohstoffe, fruchtbarster Ackerboden, jede Menge Wasser) und wie arm die Bev\u00c3\u00b6lkerung, trotz Jahrzehnten westlicher \u00e2\u20ac\u017eHilfe,\u00e2\u20ac\u0153 l\u00c3\u00a4sst sich Moyo kaum direkt widersprechen. Aber nat\u00c3\u00bcrlich verallgemeinert sie einen zu kritisierenden Teilbereich von \u00e2\u20ac\u017eEZ,\u00e2\u20ac\u0153 sodass sie der Debatte vor allem einen energischen Schub vors Bug verpasst.<br \/>\nIn Lusaka kommt die Kritik an der Geber-Abh\u00c3\u00a4ngigkeit so gut an, dass selbst dort, wo es gar nicht um Entwicklungshilfe geht, Moyo praktische den Subtext \u00c3\u00b6ffentlicher Diskurse bildet. Als etwa die EAZ neulich zum \u00e2\u20ac\u017eAfrican Peer Review Mechanism\u00e2\u20ac\u0153 (APRM) eine Podiumsdiskussion beisteuerte, \u00c3\u00bcberschlugen sie Vortragende und Moderator fast dabei, stets und immer wieder die &#8211; angebliche \u00e2\u20ac\u201c Geber-Unabh\u00c3\u00a4ngigkeit ihres Unterfangens hervorzuheben. Sollte sich da also in gewissen Kreisen so etwas wie ein neuer Stolz abzeichnen, es auch \u00e2\u20ac\u017eohne\u00e2\u20ac\u0153 zu k\u00c3\u00b6nnen \u00e2\u20ac\u201c ja, das w\u00c3\u00a4re doch toll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorgte Buchautorin Moyo (\u00e2\u20ac\u017eWay aid is not working and how there is another way for Africa\u00e2\u20ac\u0153) zuletzt rund um die Welt f\u00c3\u00bcr Wirbel in der Entwicklungsbranche, so erregte sie insbesondere die Gem\u00c3\u00bcter der Sambier. 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