{"id":12,"date":"2007-06-04T10:58:20","date_gmt":"2007-06-04T08:58:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreaskahler.de\/?p=12"},"modified":"2007-06-04T10:58:20","modified_gmt":"2007-06-04T08:58:20","slug":"12","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/?p=12","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\">30.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u00e2\u20ac\u017eBusch\u00e2\u20ac\u0153 ist im Nordwestern eigentlich Wald.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Je weiter du gen Westen f\u00c3\u00a4hrst, um so dichter, gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178er werden die W\u00c3\u00a4lder. Doch schon Solwezis Umland hat eindrucksvoll viele, auch teils hohe B\u00c3\u00a4ume: Besonders erhaben sehen die Baumsolit\u00c3\u00a4re aus, die auf gewaltigen Termitenh\u00c3\u00bcgeln in die H\u00c3\u00b6he ragen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Jogge vorhin durch den Wald, vorbei an winzigen Lehmh\u00c3\u00bctten, zum \u00e2\u20ac\u017eNational Monument\u00e2\u20ac\u0153 \u00e2\u20ac\u201c pr\u00c3\u00a4historischen H\u00c3\u00b6hlenmalereien, direkt an den Steilh\u00c3\u00a4ngen eines rei\u00c3\u0178enden Flusses \u00e2\u20ac\u201c h\u00c3\u00b6re au\u00c3\u0178er Gew\u00c3\u00a4sserrauschen bald nur noch ab und an exotische V\u00c3\u00b6gelrufe und Grillen; pl\u00c3\u00b6tzlich gr\u00c3\u00bc\u00c3\u0178t mich ein aus hohem Schilf heraus \u00e2\u20ac\u201c stellt sein Radio leise, um mir zu erkl\u00c3\u00a4ren, dass er uns doch Montag im Napsageb\u00c3\u00a4ude besucht habe, um Mitglied zu werden. Wir werden uns also n\u00c3\u00a4chste Woche wieder sehen. &#8211; Diese Stadt hat trotz ihrer Expansionskr\u00c3\u00a4fte doch h\u00c3\u00a4ufig etwas sehr Kleinst\u00c3\u00a4dtisches. Anonym bleiben geht gar nicht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nachts \u00e2\u20ac\u017eBerlin Babylon\u00e2\u20ac\u0153, Doku \u00c3\u00bcber die Gro\u00c3\u0178baustelle Berlin der 90er Jahre, zum ersten Mal gesehen. Im Jahre 007 sowieso spa\u00c3\u0178ig anzugucken, die Stimmung und Stadtbaulandschaft von damals, erst recht zusammen mit Rose aus Solwezi, die erstaunt ist \u00c3\u00bcber den Rang von ARCHITEKTEN bei uns \u00e2\u20ac\u201c als ob 90 Prozent der Hauptstadt aus dieser Spezies besteht. (Rose, die gl\u00c3\u00bcckliche B\u00c3\u00bcronachbarin vom Statistik-Office, hat diesen Montag vom Ministerium erfahren: Sie wird Nordwesterns einzige Staatsbedienstete, die f\u00c3\u00bcr die n\u00c3\u00a4chsten Jahre ein Stipendium bekommt, um in Lusaka Informatik studieren zu k\u00c3\u00b6nnen.)<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">29.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Letztmals bergeweise Elefantengras f\u00c3\u00bcr Gartenzaun per Pickup geholt \u00e2\u20ac\u201c drau\u00c3\u0178en, vom freien Chiefs-Land, inmitten des Hochplateaus, unweit der ausgetrockneten Seesenke Richtung Milunga.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">B\u00c3\u00bcrokratischer Fortschritt: Zwar nach wie vor kein \u00e2\u20ac\u017eGo ahead\u00e2\u20ac\u0153 f\u00c3\u00bcr B\u00c3\u00bcroumzug in Sicht (brauchen mehr Platz), aber wir haben ein eigenes Postfach (B.O. Box)! Was nicht egal ist, in einem Land ohne Postboten oder Brieftr\u00c3\u00a4ger&#8230;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Mit CSPR-Arbeitsgruppe geplante Budget-Analyse diskutiert. Leider ist Zambias diesj\u00c3\u00a4hriges \u00e2\u20ac\u017eActivity Based Budget\u00e2\u20ac\u0153 \u00e2\u20ac\u201c im Gegensatz zu 2006 \u00e2\u20ac\u201c \u00c3\u00bcberhaupt nicht detailliert untergliedert, sodass wir beschlie\u00c3\u0178en, als N\u00c3\u00a4chstes weitere Einzelheiten zu den in der Provinz beabsichtigen Ausgaben in Erfahrung zu bringen, bevor wir die Analyse vorbereiten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Sundowner einmal wieder beim \u00e2\u20ac\u017eRoyal Solwezi\u00e2\u20ac\u0153, wo sich die meisten Weissen (von den Minen) treffen, samt Pool Billard, unterbrochen von schrecklichem Insektenvernichter-Nebeleinsatz; diesmal zwar angeblich kein DDT, aber unangenehm genug \u00e2\u20ac\u201c vom fahrenden Minenfahrzeug aus, das rund ums Hotelareal kreist. So ein Schwachsinn.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">28.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Echter B\u00c3\u00bcrotag. Besucher geben sich heute die Klinke in die Hand, um bei uns zu erfahren, ob oder wie sie Mitglied bei CSPR werden k\u00c3\u00b6nnen. Vielleicht eine Folge der Vollversammlung von Freitag?<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der Napsa-Geb\u00c3\u00a4udemanager will immer noch nichts Verbindliches sagen, obwohl wir seit Wochen ein zweites Zimmer im B\u00c3\u00bcrokomplex beantragt haben. Bestechung verst\u00c3\u00b6\u00c3\u0178t nat\u00c3\u00bcrlich gegen unsere Grunds\u00c3\u00a4tze \u00e2\u20ac\u201c hoffentlich geht das demn\u00c3\u00a4chst auch ohne!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ganzen Nachmittag ber\u00c3\u00a4t eine Arbeitsgruppe \u00c3\u00bcber das Projekt des \u00e2\u20ac\u017eMining Activities Mini Assessment\u00e2\u20ac\u0153. Vergleichbares hat noch keine einzige NGO au\u00c3\u0178erhalb Cooperbelt, geschweige denn im Nordwesten unternommen. Ist also nicht ohne. Kleiner Erfolg: Die field trips zur Datenerhebung (v.a. Interviews) werden erst Ende Juni stattfinden \u00e2\u20ac\u201c was Luft zur Vorbereitung verschafft, und das dritte, gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178te, doch noch gar nicht richtig aktive Minengebiet Lumwana wird aus Analyse ausgeklammert. So m\u00c3\u00bcsste sich das Projekt denn tats\u00c3\u00a4chlich in den Griff bekommen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">27.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Jogger ernten Lachen, sie kommen vielen Leuten vor ihren H\u00c3\u00bctten, am Stadtrand, offenbar exotisch wie aliens vor. Denke im Weiterlaufen, dass ich so jedenfalls f\u00c3\u00bcr Heiterkeit sorgen werde, wenn immer ich herum renne. (Nur ein M\u00c3\u00a4dchen mit ihren Geschwistern verl\u00c3\u00a4sst erschrocken den Weg, als sie mich entgegen rennen sieht.) Manch einer fragt zur Vergewisserung, ob alles in Ordnung ist: \u00e2\u20ac\u017eKeeping fit, right?\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Treffen mit Korrespondenten des \u00e2\u20ac\u017eMining Mirror\u00e2\u20ac\u0153 stellt sich als sehr ergiebig heraus. Wir tauschen uns \u00c3\u00bcber die einschneidenden Auswirkungen der Minen im Nordwesten aus. Er zeigt sich unerwartet interessiert am CSPR-Projekt eines mining assessment. Seine Hilfsbereitschaft geht so weit, dass wir zu ihm nach Hause fahren, wo er mir mehrere Evaluationspapiere der Minen \u00c3\u00bcbergibt. Freue mich, nach Chris von \u00e2\u20ac\u017eThe Post\u00e2\u20ac\u0153 nun schon wieder einen solch aufgeschlossenen engagierten Journalisten kennen zu lernen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">26.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Angekommen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Genie\u00c3\u0178e die Wochenendruhe auf meiner Veranda. Pfingsten feiern die Zambier zwar nicht, doch ist es wundersam genug, wo ich hier gelandet bin. In Augenh\u00c3\u00b6he, linker Hand, spielen Kinder vor ihrem blau- und rot-wei\u00c3\u0178en Schulgeb\u00c3\u00a4ude; unten, im Tal glitzert das Wasser des Solweziflu\u00c3\u0178es; das ganze Tal ist ungemein \u00c3\u00bcppig gr\u00c3\u00bcn und fruchtbar \u00e2\u20ac\u201c so reich an Quellwasser sogar jetzt noch. Selbst ein Gutteil des Gartens gleicht einem Feuchtgebiet, und wenn man blo\u00c3\u0178 ein paar Sparten tief gr\u00c3\u00a4bt, steigt dort sogleich Grundwasser empor. Von rechts schaut ein G\u00c3\u00a4rtner vom Orangenbaum-Grund des naesten Nachbarn her\u00c3\u00bcber: Das Haus zieht durch seine exponierte Lage leicht die Blicke auf sich, au\u00c3\u0178erdem stand es zuletzt eine Weile leer, sodass nat\u00c3\u00bcrlich von allen Seiten neugierig beguckt wird, wer da eingezogen ist. Irgendwoher t\u00c3\u00b6nt Kirchenmusik (typischer UCZ-Gesang &amp; Elektro-Orgel der United Church of Zambia); Grillen zirpen; gelbe und wei\u00c3\u0178e Schmetterlinge fliegen zwischen den Obstb\u00c3\u00a4umen umher; eine Windbriese bewegt sanft die Bananenstauden; am Himmel ziehen tr\u00c3\u00a4ge Sch\u00c3\u00a4fchenwolken vor\u00c3\u00bcber.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Angefangen hatte dieser Samstag dabei wenig beschaulich: Weil nachts die Hausschl\u00c3\u00bcssel geklaut worden waren \u00e2\u20ac\u201c an eher verruchtem Orte (\u00e2\u20ac\u017eAkbar\u00e2\u20ac\u0153) vermutlich ohne bestimmte Absicht, als jemand die Kwatschascheine aus der Hosentasche zog -, nachts um vier Uhr Ersatzschl\u00c3\u00bcssel beim Kollegen abgeholt, \u00c3\u00bcbers Gatter geklettert und dann gezwungenerma\u00c3\u0178en fr\u00c3\u00bch schon wieder raus, um die bereits wartenden G\u00c3\u00a4rtner zum Grasschneiden zu fahren (sie best\u00c3\u00bccken den neuen Zaun gerade mit frischem Elefantengras \u00e2\u20ac\u201c genauso sch\u00c3\u00b6n wie Schilf).<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am Abend zwei erste \u00e2\u20ac\u201c reizende \u00c3\u0153berraschungs- &#8211; G\u00c3\u00a4ste zu Besuch \u00e2\u20ac\u201c, endlich weihen wir die Hausbar ein. \u00e2\u20ac\u017eSounds of Zambia\u00e2\u20ac\u0153, danach Salif Keitas Lieder hallen durch die noch leeren R\u00c3\u00a4ume.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">21. &amp; 25.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Gegenseitige Erwartungen sind hoch. Zuerst ist das eine Woche nach Ankunft auf der Vorstandssitzung zu merken, sodann am Africa Freedom Day, bei der ersten Mitgliedervollversammlung des Jahres, wo der neue \u00e2\u20ac\u017eded-Advisor Andrew\u00e2\u20ac\u0153 (\u00e2\u20ac\u017eAndreas\u00e2\u20ac\u0153 spricht sich zambisch recht schwierig) sich ebenfalls vorzustellen hat. Endlich sehe ich nach vier Monaten Vorlauf die Menschen, mit denen ich hier zusammen arbeiten werde.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Versuche, gewohnte Ma\u00c3\u0178st\u00c3\u00a4be aus Europa pausieren zu lassen, was mir jedoch nur teilweise gelingt. Aber irgendwie scheinen alle mit den Sitzungen ganz zufrieden zu sein. Soweit, so gut.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">17. \u00e2\u20ac\u201c 20.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Handwerker gehen ein und aus, ist zurzeit ein eigener Job, diese Dinge \u00e2\u20ac\u017ezu Hause\u00e2\u20ac\u0153 zu organisieren. Im B\u00c3\u00bcro allm\u00c3\u00a4hliches Kennenlernen der verschiedenen Mitglieder.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">15.\/16.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Erneut die 600-Kilometer-Strecke zw. \u00e2\u20ac\u017eEinsatzort\u00e2\u20ac\u0153 und LSK zur\u00c3\u00bcckgelegt, um zweite Ausr\u00c3\u00bcstungsh\u00c3\u00a4lfte zu holen. Mitten im Copperbelt fragt mich ein Polizist an einem der vielen Checkpoints, die Autos entlang der Fernstra\u00c3\u0178en zu passieren haben, warum ich denn nun schon wieder zwischen Hauptstadt und Solwezi hin und her fahre. Ich bin best\u00c3\u00bcrzt, wie in dieser 11-Millionen-Nation jede einzelne Fahrt durchs Land registriert wird. Der Verkehrspolizist sagt mir sogar die genauen Uhrzeiten, wann ich jeweils vorbei kam.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Durch angenehmen Zufall bin ich in Lusaka bei der Farewellparty f\u00c3\u00bcr eine Kollegin dabei.<span>\u00c2\u00a0 <\/span>\u00e2\u20ac\u017eWir DEDler\u00e2\u20ac\u0153 und die Gossnerleute singen gar ein selbst gedichtetes Abschiedslied f\u00c3\u00bcr die Heimkehrerin. Alles sehr r\u00c3\u00bchrend und herzergreifend.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">14.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">ERSTER SOLWEZI-TAG \u00e2\u20ac\u201c von 717 Tagen insgesamt lt. Arbeitsvertrag. Vor dem Napsa-Haus, dem wichtigsten B\u00c3\u00bcrogeb\u00c3\u00a4ude der Stadt, stehen, besonders montags, zahlreiche M\u00c3\u00a4nner jeden Alters, um auf Jobs zu warten, da dort auch das Labor Office zu finden ist. So ist es kinderleicht, Helfer f\u00c3\u00bcr den B\u00c3\u00bcroeinzug zu engagieren (einen kann ich sogar als st\u00c3\u00a4ndigen Nachtw\u00c3\u00a4chter gewinnen). Alles muss im B\u00c3\u00bcro sehr vorl\u00c3\u00a4ufig bleiben, solange ein zweites Zimmer fehlt. Au\u00c3\u0178erdem funktionierten freilich weder Telefon, Fax noch Internet.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Schau mich sp\u00c3\u00a4ter am eigenen Haus um, es sieht h\u00c3\u00b6chst einladend aus. Bin aber zuerst bei Kollegen untergekommen, weil ein paar Kleinigkeiten zu erledigen bleiben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">11.\/12.\/13.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Zur\u00c3\u00bcck aus Sivonga zur \u00c3\u0153bergabe von GTZ-Projektausstattung sowie Dienstfahrzeug, etliche Kisten, Kartons mit Material, inkl. netter Give-aways. Au\u00c3\u0178erdem Einweisung in unvermeidliche Verwaltungsformalit\u00c3\u00a4ten. Nun kann die Fahrt losgehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Letzter Tag und Abend in LSK. Gro\u00c3\u0178einkauf bei \u00e2\u20ac\u017eGame\u00e2\u20ac\u0153: Komplette K\u00c3\u00bcchenausstattung, Mountainbike etc. Am Ende gibt`s Mengenrabatt, und versehentlich liefert Gro\u00c3\u0178markt auch noch einen K\u00c3\u00bchlschrank zu viel aus (werden wir wohl weiterschenken).<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Beim Bob Marley Revivalfestival herrscht ein gewaltiger Andrang von Reggaefans \u00e2\u20ac\u201c teils in fantastischen Kost\u00c3\u00bcmen. Trotz \u00c3\u0153berf\u00c3\u00bcllung k\u00c3\u00a4mpfen wir um Einlass. Das geht dann nur noch \u00e2\u20ac\u017einformell\u00e2\u20ac\u0153 gemeinsam mit andren Fans durch Hintereingang vom Botanischen Garten aus. Wieder einmal verwundert \u00c3\u00bcber exorbitanten Biergenuss unter den Feiernden. Trinkfreude f\u00c3\u00bchrt dazu, dass \u00e2\u20ac\u201c von allen Seiten zugetextet \u00e2\u20ac\u201c es schwer wird, noch die Rastas vorn zu h\u00c3\u00b6ren. Diese Art Anteilnahme gegen\u00c3\u00bcber wei\u00c3\u0178en Fremden l\u00c3\u00a4sst einen unm\u00c3\u00b6glich kalt. Nach Mitternacht jedoch kann kein Mensch mehr dem Rhythmus widerstehen, die Rastas und alle Mitfeiernden sind \u00c3\u00bcberw\u00c3\u00a4ltigt von sich selbst.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Sonntag fahre ich in einem Zuge bis final destination durch, ohne jegliche Unterbrechung oder Rast, sodass ich exakt zu Einbruch der Dunkelheit eintreffe.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">7. \u00e2\u20ac\u201c 10.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Vollversammlung des DEDs am Kariba-Stausee, Siavonga, ganz im S\u00c3\u00bcden, Tagungshotel \u00e2\u20ac\u017eKariba Inn\u00e2\u20ac\u0153, das auch im TUI-Katalog vorkommen k\u00c3\u00b6nnte. Anfahrt gleich mit Panne: Achsbruch bei einem gar nicht alten Gel\u00c3\u00a4ndewagen, knapp ohne gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ere Sch\u00c3\u00a4den. Aber Reparatur sofern ab vom Schuss nicht so einfach; da geht nichts ohne Improvisation, was ein paar dienst\u00c3\u00a4ltere ziemlich gut drauf haben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Dann jedoch eine Art kombinierter Betriebsausflug mit Politik und Protokoll. Hervorragende Gelegenheit, alle KollegInnen und Projekte im Land kennen zu lernen. Sch\u00c3\u00b6n, dass auch kontroverse Diskussionen willkommen sind \u00e2\u20ac\u201c die zwei Neuen, Gerald u. ich, sorgen nach Kr\u00c3\u00a4ften daf\u00c3\u00bcr.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">6.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wegen Durchfall meist flach gelegen. H\u00c3\u00b6hepunkt des Sonntages: Barbecue im ded-Kreise beim Koordinator FD.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Kofferpacken schlie\u00c3\u0178lich nicht nur f\u00c3\u00bcr Vollversammlung, sondern auch schon f\u00c3\u00bcr Umzug nach Solwezi am n\u00c3\u00a4chsten Weekend.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">5.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Zambias angesagten Popstars geben sich ein Stelldichein im Poloclub \u00e2\u20ac\u201c zu Ehren von Hamoobas CD-Releasparty: J.K., Amayenge Band, Danny, Rough Kid, Alice Chuma, C.Q, Leo Muntu u.a.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Danny, oft Danny Superstar genannt, muss der im Radio meistgespielte sein, er tourt seit Wochen durchs ganze (!) Land, um seine CD zu promoten. Mir gef\u00c3\u00a4llt am besten S\u00c3\u00a4ngerin Alice Chuma \u00e2\u20ac\u201c die d\u00c3\u00bcrfte auch in Europa ziemlich gut ankommen mit ihrer gegl\u00c3\u00bcckten Fusion von traditionellem Liedgut und zeitgen\u00c3\u00b6ssischem Arrangement; dazu mit starker B\u00c3\u00bchnenpr\u00c3\u00a4senz und Charme.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Dass sie wie manch andere kaum Applaus erntet, verwundert mich genauso anfangs wie das ungewohnte timing der ganzen function (so hei\u00c3\u0178en hier die Events): Ohne jegliche Unterbrechung, ohne Steigerunge oder Dramaturgie, praktisch die ganze Nacht dahin flie\u00c3\u0178end. Beklatscht werden vielmehr die Hueften-schwingende t\u00c3\u00a4nzelenden S\u00c3\u00a4nger und sp\u00c3\u00a4rlich kost\u00c3\u00bcmierte T\u00c3\u00a4nzerinnen oder back vocals.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">4.5.07<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Erstes GoGo-Treffen im GTZ-Quartier. \u00e2\u20ac\u017eGoGo\u00e2\u20ac\u0153 steht f\u00c3\u00bcr \u00e2\u20ac\u017eGood Governance\u00e2\u20ac\u0153 und meint das deutsch-sambische Kooperationsprogramm \u00e2\u20ac\u017eDemocratisation, State and Civil Society\u00e2\u20ac\u0153. Neben Programmleiter Nuding mit Team sind ded-Koordinator, die drei ded-BeraterInnen (S\u00c3\u00bcd-, West- &amp; Nordwestprovinz) dabei, au\u00c3\u0178erdem ein InWent-Vertreter<span>\u00c2\u00a0 <\/span>(\u00e2\u20ac\u017eInWent\u00e2\u20ac\u0153 = ehemals Carl Duisburg Gesellschaft u.a.), der dies Jahr mit uns ein Training f\u00c3\u00bcr Counterpart durchf\u00c3\u00bchren will. Professionell pragmatisch steht nach 30 Min. fest, dass im Okt. eine Konferenz sowohl mit Regierungs- wie auch zivilgesellschaftlichen TeilnehmerInnen stattfinden soll: St\u00c3\u00a4rkung gesellschaftlicher Partizipation in institutionalisierten Strukturen auf subnationaler Ebene das \u00e2\u20ac\u201c soweit, zugegebenerma\u00c3\u0178en, etwas abstrakte \u00e2\u20ac\u201c Thema.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">F\u00c3\u00bcr Wirbel sorgt bevor stehender F\u00c3\u00bchrungswechsel bei Kooperationspartnerin CSPR: Vor allem baldiger Weggang der Direktorin Bessy wird Einschnitt bedeuten. Das war gerade am Vortag zu sp\u00c3\u00bcren, als sie im Rahmen eines Orientierungskurses f\u00c3\u00bcr alle neuen PCs (Provincial Coordinators) sowie Vorsitzende der Provinz-B\u00c3\u00bcros einen energiegeladenen Input zu Geschichte und Perspektive der Netzwerkarbeit beisteuerte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.5.07 \u00e2\u20ac\u017eBusch\u00e2\u20ac\u0153 ist im Nordwestern eigentlich Wald. Je weiter du gen Westen f\u00c3\u00a4hrst, um so dichter, gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178er werden die W\u00c3\u00a4lder. Doch schon Solwezis Umland hat eindrucksvoll viele, auch teils hohe B\u00c3\u00a4ume: Besonders erhaben sehen die Baumsolit\u00c3\u00a4re aus, die auf gewaltigen Termitenh\u00c3\u00bcgeln in die H\u00c3\u00b6he ragen. Jogge vorhin durch den Wald, vorbei an winzigen Lehmh\u00c3\u00bctten, zum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12"}],"collection":[{"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.andreaskahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}